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SAITENSPRÜNGE – 13.  Internationales Gitarrenfestival 8. bis 29. November 2012 in Bad Aibling

Bilanz des 13. Internationalen Gitarrenfestivals „Saitensprünge“:
„Wir sind mehr als zufrieden!“

Nach einem eher unerklärlichen Einbruch beim Kartenverkauf letztes Jahr, kann Bad Aiblings Kurdirektor Thomas Jahn dieses Jahr nach der 13. Auflage des Internationalen Gitarrenfestivals „Saitensprünge“ eine durchweg positive Bilanz ziehen: „Mehr als 3.000 Besucher kamen zu 11 hochkarätigen Konzerten. Wir sind mehr als zufrieden und möchten uns an dieser Stelle ganz ganz herzlich bei unseren Zuschauern bedanken.“, sagt er und fügt auch den Dank an seinen künstlerischen Leiter Johannes Erkes und an seine Organisationsleiterin Kathrin Wachtveitl an, die sich nach dem Festival in den Mutterschaftsurlaub verabschiedet.

Publikumsmagneten waren zwei Abende: die lange Nacht der Gitarren „Guitarrissimo“ und die „Bairischen Saitenblicke“, jeweils mit fünf verschiedenen Ensembles. Muss man dem Publikum also mehr Abwechslung bieten, um volle Säle zu haben?
Thomas Jahn: „Es ist sicher ausgesprochen reizvoll für den Zuschauer, sowohl optisch als auch musikalisch verschiedene Stil-Richtungen auf der Bühne zu erleben. Zumal, wenn man wie wir dieses Jahr bei `Guitarrissimo` von der Opernsängerin aus Israel bis zum komödiantischen Tango-Duo aus Argentinien bzw. Spanien wirklich eine große Bandbreite hatten. Aber ich freue mich auch immer, wenn ich die absoluten Fans eines Künstlers erlebe, die `ihrem` Star überallhin folgen und ihn frenetisch beklatschen, wie wir es etwa beim Konzert des Abdullah Ibrahim Trios erlebt haben oder bei den Fingerstyle-Artisten Andy McKee und Jon Gomm.“

Gerade zu diesem Konzert kamen sehr viele junge Leute. Wie kann man besonders junge Menschen noch für ein klassisches Gitarrenkonzert begeistern?
Thomas Jahn: „Die Gitarre ist ja immer noch das beliebteste Instrument, das ein Jugendlicher lernt. Da ist es doch von Vorteil, wenn man quasi vor der Haustür im Bad Aiblinger Kurhaus Weltstars der Szene hören kann, für die man sonst in die USA oder nach Kuba reisen müsste. Und wenn dann noch der junge Andy McKee völlig ungeplant den Altmeister Preston Reed mitbringt, tja, das vergisst man nicht mehr so leicht. Und für den ganz kleinen Nachwuchs hat ja dieses Jahr bei den `Saitensprüngen` das Duo Gruber & Maklar zusammen mit dem BR-Sprecher Alex Durow `Das Lied des Torero` am Nachmittag aufgeführt. Da war ich ganz begeistert, wie mucksmäuschenstill das junge Publikum im Saal der Geschichte gefolgt ist.“

Was hat Ihnen persönlich denn dieses Jahr am besten gefallen?
Thomas Jahn: „Das ist schwer zu sagen. Natürlich bin ich als musikalischer Laie fasziniert von der Gitarrenkunst eines Eliot Fisk. Aber genauso bin ich mitgerissen, wenn ich erleben darf, wie zwei Vollblutmusiker wie Augustin Wiedemann und Kosho sich gegenseitig befeuern. Wie der Funke auf das Publikum überspringt. Zu verdanken ist das übrigens auch der Tatsache, dass unsere Künstler ihre Auftritte stets moderieren. Da entsteht eine Nähe, ein Verständnis, das ich als wirklich einmalig empfinde. Das war ganz deutlich, als der Münchner Gitarrist Walter Abt zu unseren kubanischen Gästen, dem Ensemble Eduardo Martìn, auf die Bühne ging und einen sympathischen spanisch-deutschen Dialog begann. Ich denke, das macht die `Saitensprünge` aus: hochkarätige Musik und sympathische Nähe zu den Künstlern. Ich freue mich schon auf das nächste Festival im November 2013.“

Text: Heidi Rauch

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